No Name City ist ein Dokumentarfilm, zweifellos – allerdings einer, in dem alle Protagonisten, inklusive des Filmemachers, zugleich auch Schauspieler sind, „das Stück“, das sie proben, aber nichts mit Kunst zu tun hat, sondern Leben heißt. (...)
Flickers „No Name City“ und Geyerhalters „Unser täglich Brot“ geben ästhetisch ganz unterschiedliche Antworten auf die Frage, wie geglücktes Dokumentarfilmkino heute aussehen kann. Michael Omasta, Falter

Es entsteht ein Film im Film, der erzählt, wie eine Gruppe von Menschen gemeinsam etwas auf die Beine stellen will: einen Erlebnispark, eine simulierte Stadt, eine Illusion, einen Film. Birgit Floss, Diagonale

No Name City ist eine Dokumentation, die von Sehnsüchten erzählt, von Zufluchtsorten, Illusionen, Träumen. Wiener Zeitung

Selten hat jemand die Globalisierung im Kleinen so sorgsam gezeichnet. Ein Stück österreichischer Heimat- und Sozialkunde, das einen tief berührt hinterlässt. Kleine Zeitung

Wenn Flicker seinen Film am Ende aus der Balance kippt, könnte man dies auch als belebendes Bekenntnis zu einem „unreinen“ Kino sehen: Der Unterhaltungswert des Lebens ist eben bisweilen höher als jener der Kunst. Profil

Flicker versucht in seiner melancholischen Moritat über spätkapitalistische Zeiten eine Wahrheit herauszukitzeln aus verlogenem Gehabe. Und er ahnt dabei, dass sich die Gegensätzlichkeit zwischen Gut und Böse, zwischen weltoffener Kunst und engstirniger Spießigkeit, aufzulösen scheint. Auch die „kleine Welt“ kann in seltenen Augenblicken zur Utopie werden. Süddeutsche Zeitung

< zurück